Alex-Taubert

Quelle Challenge Roth 2005 Special




Alex Taubert ist deutscher Triathlon Langdistanzmeister<BR>und belegt den 2. Platz mit einer Endzeit von 8:08:17



Alexander Taubert: "Am Anfang lief es ganz gut auf dem Rad, dann sind die Schwerzen im Knie wieder gekommen. Ich dachte schon, dass ich das Rad in der zweiten Wechselzone abstellen kann. Dann konnte ich aber noch was draufpacken. Ich bin gelaufen was ich konnte. Zwischenzeitlich bin ich sogar etwas näher an Chris rangekommen, da dachte ich kurz sogar es geht noch was."

 

 


Bilder Roth 2005:
























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Alex Taubert im Interview mit dem Mannheimer Morgen:

Alex Taubert erfüllt sich drei Wünsche auf einmal

 

TRIATHLON: "Eisenmann" holt in Roth zwei Titel und feiert seine neue

Bestzeit

 

 

Alex Taubert hat zum wiederholten Mal seine Kritiker Lügen gestraft.

Beim Quelle Challenge in Roth belegte er nach sensationellem Rennen

den zweiten Platz im Gesamtfeld hinter dem Australier Chris

McCormack. Damit sicherte er sich den Titel des Deutschen Meisters

über die Langdistanz. Wir haben uns nach diesem Erfolg mit dem

36-Jährigen unterhalten.

 

Herr Taubert, können Sie sich uneingeschränkt über Ihre Leistung

freuen oder ärgern Sie sich auch, dass Sie den Gesamtsieg knapp

verpasst haben?

 

ALEX TAUBERT: Ich bin überglücklich und freue mich riesig über Platz

zwei und die Deutsche Meisterschaft. Bester Deutscher zu werden, ist

ein tolles Gefühl, das für das harte Training der letzten Wochen

entschädigt. Ärger gibt es nicht, denn Chris McCormack war einfach

der Stärkste.

 

Beim schwächer besetzten Kraichgau-Triathlon waren Sie Fünfter, in

Bonn nur Sechster - und nun dieser Geniestreich in Roth. Wollten Sie

unterschätzt werden?

 

TAUBERT: Nein, dort ist einfach nur nicht alles nach Plan gelaufen.

Im Kraichgau wurden wir beim Schwimmen vom Führungskajak

fehlgeleitet. Als ich dann in die Wechselzone kam, hielt ich das

Rennen für gelaufen. Die ganze Motivation war dahin. Bonn war für

mich von Anfang an nur ein Vorbereitungswettkampf.

 

Beim Schwimmen legten Sie die 3,8 Kilometer in 48,28 Minuten zurück,

auf dem Rad erreichten Sie ein Stundenmittel von Tempo 40,4 und

setzten dann einen 2:49-Marathon drauf. Damit haben Sie Ihre Bestzeit

auf 8:08 Stunden verbessert.

 

TAUBERT: Das ist genial. Vorher lag meine Bestzeit bei 8:26 Stunden,

jetzt war ich 18 Minuten schneller - was will man mehr?

 

Wie sehr haben Sie Ihre jüngsten Verletzungen beeinträchtigt?

 

TAUBERT: Die Patella-Sehne und den Ischias-Nerv habe ich über die

gesamte Rad-Distanz gespürt. Ich dachte schon, ich müsste das Rad in

der zweiten Wechselzone abstellen. Dann ging es beim Laufen aber doch

ganz gut. Als dann bei Hälfte der Laufstrecke die Beine schwer wurden,

habe ich mich nur noch darauf beschränkt, den zweiten Platz zu

sichern.

 

Wer über acht Stunden Höchstleistung bringt, hat sicher auch einige

Schwächeperioden zu überwinden.

 

TAUBERT: Schwächephasen macht jeder durch. Wenn man eine solche bei

seinen Gegnern bemerkt, versucht man sie auszunutzen. In der ersten

Runde fühlte ich mich stark und wollte Lothar Leder und Timo Bracht

wegfahren, kam aber nicht weg. Ich selbst musste bei Kilometer 140

leiden.

 

Das kann man vom Schwimmen nicht behaupten. Da hatten Sie Zeit, Ihren

am Ufer mitlaufenden Teamkollegen zuzuwinken.

 

TAUBERT: Zu diesem Zeitpunkt war mir etwas langweilig, denn wir sind

fast gestanden. Da habe ich mir gedacht, die Jungs laufen doch

bestimmt nebenher, und dann schaue ich mal nach denen.

 

Neben Ihrem Einzeltitel haben Sie zusammen mit Timo Bracht und Martin

Schmidtke auch den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters errungen.

 

TAUBERT: Timo war wieder sehr stark, und auch Martin hat ein

Super-Rennen gemacht. Dass es zum Mannschaftstitel gereicht hat, ist

doppelt schön. mh

 

© Mannheimer Morgen - 05.07.2005

 

 





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