20.06.08 21:53 Alter: 2 yrs
Rennbericht: IRONMAN Lanzarote 2008
Mit etwas Abstand betrachtet muss ich feststellen, dass ich meine Zielsetzung nicht ganz erreicht habe.
Dem angestrebten Ziel, die Hawaii-Quali und ein Platz unter den ersten Drei, bei optimalem Rennverlauf, steht nun ein nicht schlechter, jedoch auch nicht guter zehnter Gesamtrang gegenüber.
Sicherlich war der Wettkampf, der als der härteste der IRONMAN-Szene bekannt ist, wiedermal nicht einfach, da sich die Insel von ihrer vertraut, windig bis stürmischen Seite zeigte, aber die Umstände gelten nunmal immer für alle Teilnehmer.
Wahrscheinlich durfte ich mich zu denjenigen zählen, die an diesem Tag dem starken Wind, besonders auf der ersten Hälfte der Radstrecke nicht sonderlich gewachsen waren.
Nach dem Schwimmen noch hoffnungsvoll auf dem neunten Platz gelegen und zunächst bis auf Rang fünf vorgefahren, musste ich leider erkennen, dass mir gerade das Fahren in Aeroposition mehr Schwierigkeiten bereitete, als zuvor angenommen. Der Umstand, den Aero-Aufsatz erst eine Woche vor dem Rennen zu montieren, erwies sich nicht unbedingt als besonders glücklich.
Besonders die flachen, bis leicht welligen Passagen, erwiesen sich für mich und meine Rückenstrecker als größere Probleme, so konnte ich bereits nach ca. vierzig Kilometern deutlich wahrnehmbare Schmerzen in besagten Körperteilen wahrnehmen.
So gesehen, blieb auch der gewünschte und vielmals schon festgestellte Erfolg meiner O.Symetric-Kettenblätter aus, wobei ich in den Anstiegen, dank derer Hilfe immer Zeit und Plätze gutmachen konnte, die ich später wieder wegen bereits beschriebener Probleme einbüssen musste.
Dennoch konnte ich, durch das kraftsparende Radfahren mit O.Symetric bedingt, locker auf die Laufstrecke wechseln und auf den ersten zehn Kilometern etwa 40 Sekunden gutmachen.
Sehr gerne wäre ich dieses Tempo bis zum Ziel weitergelaufen, doch nach der Hälfte des Marathons liessen Blasen an beiden Fußsohlen ein schnelleres Vorankommen nicht mehr zu. Dass ich auf der letzten Runde gegen eine gewisse Schwere in den Beinen anzukämpfen hatte, sei hier nur am Rand erwähnt.
Letztendlich kann ich sagen, alles gegeben zu haben, jedoch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass mir über die gesamte Distanz eine gewisse Konstanz fehlte, die an diesem Tag für eine bessere Platzierung notwendig gewesen wäre!
So bleibt mir nur noch, den Blick nach vorne zu richten und auf ein neues Rennen zu hoffen, an dem ich zeigen kann, was mich zuweilen schon ausgezeichnet hat.
Last but not least, möchte ich mich bei allen bedanken, die mich bei dem Projekt IRONMAN Lanzarote 2008 unterstützt haben.
Allen voran bei meinem Trainer Peter Sauerland, der wahrscheinlich während des Rennens mehr Nerven und Kalorien verloren als ich und natürlich auch bei Mitstreiter und Sponsor Steffen Mayer von Magic-Sportfood. Vielen Dank!